Wie spionieren Einbrecher Häuser aus?

Wie spionieren Einbrecher Häuser aus?Manche Einbrüche scheinen wahllos und überraschend zu kommen. Doch hinter jedem Einbruch stecken Planung und Vorbereitung. Es gibt in vielen Fällen deutliche Hinweise darauf, ob ein Einbruch in ein bestimmtes Haus vorbereitet wird. In der Regel wird das Haus im Voraus ausspioniert. Doch wie spionieren Einbrecher Häuser aus? 

Es gibt Möglichkeiten den Einbrechern auf die Schliche zu kommen. In diesem Artikel decken wir ihre fiesen Maschen auf. Wie bereiten sich Kriminelle auf einen Einbruch vor und wie kann man ihre geheimen Zeichen richtig deuten?


8 Anzeichen: Wie spionieren Einbrecher Häuser aus?

1. Unbekannte vor dem Haus

Unbekannte vor dem Haus

Manchmal spazieren unbekannte und verdächtige Personen die Straße entlang. Niemand kennt sie, aber sie tauchen immer wieder auf.

Eine Person schaut auf die Häuser oder in die Gärten. Sie wirkt unscheinbar und doch fällt sie auf. Es kommt häufig vor, dass potentielle Einbrecher den Augenkontakt vermeiden und nervös wirken.

In solchen Fällen sollte man sich Kleidung und Aussehen der verdächtigen Person notieren. Manchmal werden sogar Kinder von Einbrecherbanden vorgeschickt.

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2. Unbekannte Autos und Fahrzeuge

auto

Nicht immer sind die Einbrecher zu Fuß unterwegs. Häufig kundschaften sie ihre Umgebung mit dem Auto aus.

Auf diese Weise vermeiden sie die Aufmerksamkeit der Fußgänger. Aber auch unbekannte Fahrzeuge fallen auf.

Wenn fremde Autos über längeren Zeitraum parken oder immer wieder zu unregelmäßigen Zeiten auftauchen, kann das ein Hinweis auf die Vorbereitung eines Einbruchs sein.

In diesem Fall sollte auf jeden Fall das Nummernschild, sowie die äußeren Merkmale aller verdächtigen Personen notiert werden. Am besten ist sogar ein Protokoll, welches die Zeit erfasst, in der das verdächtige Fahrzeug vor Ort ist.

3. Unbekannte fotografieren Häuser

Haus fotografieren

Mit dem Smartphone lassen sich im Handumdrehen schnell hochauflösende Aufnahmen machen.

Das wissen natürlich auch die Einbrecher und machen sich das zunutze. Ein Mensch mit Smartphone sieht nicht sonderlich verdächtig aus.

Sollte eine unbekannte Person jedoch gezielt Fotos von fremden Häusern machen, sollten die äußeren Merkmale des Verdächtigen notiert und die Nachbarn gewarnt werden. Manchmal verkleiden sich Einbrecher auch als Handwerker, Spaziergänger oder Jogger.

4. An der Tür klopfen

An der Tür klopfen

Bevor ein Einbruch stattfindet, müssen die Einbrecher feststellen, ob jemand zuhause ist.

Das lässt sich leicht herausfinden, indem man einfach an der Tür klingelt oder klopft.

In diesem Fall verkleiden sich die Einbrecher häufig, wie bereits erwähnt, als Handwerker oder Techniker, um die Aufmerksamkeit der Nachbarn nicht auf sich zu ziehen und kein Aufsehen zu erregen.

Wenn jemand die Tür öffnet versichern die Einbrecher, sie hätten sich beispielsweise in der Hausnummer geirrt. Sie kommen vorwiegend am Vormittag oder am späten Nachmittag, wenn die Anwohner nicht zuhause sind.

Ist es zu so einem Vorfall gekommen, sollte man sich erneut alle Merkmale der verdächtigen Person notieren und am besten ein Gespräch mit den Nachbarn führen, um sie zu warnen und Informationen auszutauschen.

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5. Die Verkäufer-Masche

verkäufer

Manche Einbrecher starten einen sogenannten „Tür-zu-Tür-Verkauf“.

Sie tarnen sich als Verkäufer und bieten beliebige Waren an.

Tatsächlich möchten sie die Wohnung auskundschaften und beispielsweise erfahren, ob ein Hund im Haus ist. In so einem Fall sollte die Tür nur einen kleinen Spalt geöffnet werden, während man das Gesuch des „Verkäufers“ ablehnt.

6. Toilettengänger

toilette-einbrecher

Manchmal klingeln fremde Leute an der Tür und bitten darum, auf die Toilette gehen zu dürfen.

Handelt es sich um einen Einbrecher, soll auch hier erneut die Wohnung ausgekundschaftet werden.

Auf diese Weise fallen auch bereits erste Wertgegenstände ins Visier. Sollte die Person verdächtig sein, einfach durch einen kleinen Türspalt auf die öffentlichen Toiletten verweisen oder behaupten, das Badezimmer sei gerade in der Reparatur.

Auch Jogger, die morgens um ein Glas Wasser bitten, können verdächtig sein.

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7. Aufkleber, Werbung und Flugblätter

werbung

Manche Einbrecher verschicken Werbung und Flugblätter oder verteilen Werbeaufkleber, um herauszufinden, ob ein Haus bewohnt ist.

Es ist wichtig, auf diese Werbung nicht zu reagieren und sie einfach zu entfernen.

Insbesondere bei verdächtigen oder unpassend erscheinenden Aufklebern kann es sich um gezielte Markierungen handeln.

8. Verdächtige Markierungen

markierung

Einbrecher hinterlassen an Häusern gerne geheime Zeichen und Markierungen, die ihnen zeigen, welche Objekte sich gut für einen Einbruch eignen.

Diese Symbole werden umgangssprachlich auch „Gaunerzinken“ genannt. Bei diesen Markierungen kann es sich um Zeichen an der Hauswand handeln, die beispielsweise mit Kreide geschrieben wurden.

Aber auch Steinchen und Papierschnipsel können zur Geheimsprache der Einbrecher gehören. Sollten solche Zeichen entdeckt worden sein, muss die Polizei alarmiert werden.

Nachdem alle Spuren dokumentiert sind, müssen die Zeichen rechtzeitig und sorgfältig entfernt werden.


Du benötigst noch mehr Infos zum Thema? In unserer Artikelreihe „Sicheres Haus“ präsentieren wir, wie verschiedenste Objekte am Haus gesichert werden – vom Kellerfenster bis zur Terrassentür.